Am 19. April habe ich das letzte Mal über meine Erfahrungen mit Wegovy berichtet. Danach ging es zunächst weiter wie zuvor: Einen weiteren Monat nahm ich rund zwei Kilogramm ab.
Und dann war Schluss.
Seit mittlerweile fast drei Monaten bewegt sich mein Gewicht ziemlich konstant zwischen 87,xx und 86,xx Kilogramm. Nach Monaten, in denen ich während meiner Abnehmphase durchschnittlich etwa zwei Kilogramm pro Monat verloren habe, ist das natürlich eine deutliche Veränderung.
Insgesamt habe ich mit Wegovy inzwischen rund 17 Kilogramm abgenommen.
Von Adipositas Grad III zu Adipositas Grad I
Viel wichtiger als die reine Zahl auf der Waage finde ich allerdings eine andere Veränderung: Mit meinem Ausgangsgewicht lag mein BMI noch im Bereich Adipositas Grad III. Inzwischen bin ich im Bereich Adipositas Grad I angekommen.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Ganz zufrieden bin ich trotzdem noch nicht. Denn die nächste Grenze ist gar nicht mehr so weit entfernt: Mit 83,xx Kilogramm würde ich den Bereich der Adipositas verlassen und erstmals nur noch als übergewichtig gelten.
Ich gebe zu: Das fände ich ausgesprochen reizvoll.
Vier Kilogramm können plötzlich eine ganz besondere Bedeutung bekommen.
Seit fast drei Monaten kein weiterer Gewichtsverlust
Nur – mein Körper scheint momentan andere Pläne zu haben.
Seit fast drei Monaten tut sich auf der Waage praktisch nichts mehr. Mal sehe ich eine 87 vor dem Komma, mal eine 86. Aber ein dauerhafter Schritt nach unten ist bisher ausgeblieben.
Was mache ich also?
Einfach weiter abwarten und schauen, ob sich irgendwann wieder etwas bewegt? Mit meinem Arzt sprechen? Wäre vielleicht eine höhere Dosierung von Wegovy sinnvoll?
Das sind Fragen, die ich bei meinem nächsten Arztgespräch klären möchte.
Denn eines möchte ich auf keinen Fall: auf eigene Faust an der Dosierung eines verschreibungspflichtigen Medikaments herumexperimentieren.
Vielleicht ist eine Pause gar nicht schlecht
Interessanterweise stört mich der derzeitige Stillstand gar nicht so sehr, wie ich zunächst gedacht hätte.
17 Kilogramm in elf Monaten sind eine Menge. Während der eigentlichen Abnehmphase waren es bei mir ungefähr zwei Kilogramm pro Monat.
Deshalb gefällt mir inzwischen sogar der Gedanke, meinem Körper nach dieser deutlichen Gewichtsabnahme eine gewisse Pause zur Erholung zu gönnen.
Vielleicht muss nicht immer alles möglichst schnell gehen.
Vor allem zeigt mir die Waage momentan noch etwas anderes: Ich nehme zwar nicht weiter ab – aber ich nehme auch nicht wieder zu. Seit fast drei Monaten halte ich mein deutlich niedrigeres Gewicht.
Auch das ist schließlich ein Erfolg.
17 Kilogramm weniger sieht man auch im Gesicht
Eine weniger erfreuliche Begleiterscheinung meiner Gewichtsabnahme sehe ich allerdings jeden Morgen im Spiegel.
Mein Gesicht ist schmaler geworden – aber leider sind auch die Falten deutlich mehr geworden.
Natürlich wusste ich, dass eine größere Gewichtsabnahme das Gesicht verändert. Trotzdem muss ich sagen: Über diesen Teil meiner neuen Erscheinung freue ich mich nicht besonders.
17 Kilogramm weniger nehme ich sehr gerne. Auf die zusätzlichen Falten hätte ich durchaus verzichten können.
Wie geht es weiter?
Im Moment habe ich also ein etwas ungewöhnliches Zwischenfazit:
Ich habe 17 Kilogramm abgenommen, meinen BMI von Adipositas Grad III auf Adipositas Grad I reduziert und halte mein neues Gewicht seit fast drei Monaten ziemlich stabil.
Gleichzeitig fehlen mir nur noch wenige Kilogramm bis zu der für mich ausgesprochen attraktiven Grenze zum Übergewicht.
Ob ich diese Grenze mit meiner bisherigen Wegovy-Dosierung noch erreiche, ob ich einfach Geduld brauche oder ob eine Veränderung der Behandlung sinnvoll wäre, möchte ich mit meinem Arzt besprechen.
Bis dahin kann ich mich vielleicht einfach einmal darüber freuen, was bereits erreicht ist.
Denn von 104,5 Kilogramm auf 87 beziehungsweise 86 Kilogramm – das hätte ich vor elf Monaten auch erst einmal schaffen müssen.
Hinweis: Dies ist mein persönlicher Erfahrungsbericht und keine medizinische Empfehlung. Wegovy ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Fragen zur Dosierung und Behandlung sollten mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

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