Vietnamreise – Wolkenpass – Da Nang – 09.01.2017

Heute ging es von Hué über den Wolkenpass nach Da Nang und letzt endlich nach Hoi An. Die Fahrt über den Wolkenpass wurde in unserer Beschreibung als abwechslungsreich angekündigt, was bei uns Anlass zu der Befürchtung gab, dass es eine abenteuerliche Fahrt auf einer schlechten Straße werden könnte. Aber unsere Sorgen waren unbegründet: Heutzutage wurde für den normalen Fernverkehr ein Tunnel gebaut, um die beschwerliche Route über den Wolkenpass vermeiden zu können. Die Straße über den Wolkenpass ist gut ausgebaut und mit bis atemberaubenden Aussichten und für einen Touristen lohnt sich somit die Fahrt.

In Da Nang angekommen, haben wir einen Markt besichtigt und den Thuy Son Berg (Wasserberg) mit seinen vielen Höhlen besichtigt. Da Nang ist eine relativ große Hafenstadt, die von den Amerikanern als Haupthafen Vietnams ausgebaut wurde.

Weiter ging es am selben Tag zur Übernachtung nach Hoi An.

Vietnamreise – Hué – 08.01.2017

Am Morgen fuhren wir mit einem kleinen Schiff den „Fluss der Wohlgerüche“ bzw. den „Parfümfluss“ in Hué hinab.

Bis zur Thien-Mu-Pagode. In der leben auch heute so um die 20 Mönche.

Hué ist die ehemalige Kaiserstadt Vietnams. Nach der Besichtigung der Pagode fuhren wir mit dem Kleinbus zur imposanten Zitadellenanlage der Kaiserstadt mit den zig verschiedenen Bauten, hier eine kleine Auswahl an Gebäuden aus der großen Anlage:

Zum Abschluss des Tages schauten wir uns das Kaisergrab von Minh Mang an.

Vietnamreise – Halong-Bucht – 06.01. und 07.01.207

Grundsätzlich hatten wir für die Halong-Bucht wegen der An- bzw. Abreise von bzw. über Hanoi zwei halbe Tage zur Verfügung: Man benötigt circa einen halben Tag um von Hanoi zur Halong-Bucht mit dem Auto oder Kleinbus zu fahren.

Zuerst sind wir mittags auf dem Schiff eingecheckt. Dann ging es los zu einem Felsen, der in der Mitte beschiffbar war. Ganz in der Nähe gab es auch einen Sandstrand, mit Gelegenheit zum Schwimmen. Nachts begab sich das Schiff auf einen Liegeplatz und wir übernachteten auf dem Schiff. Am nächsten Tag war die Attraktion die Surprise-Höhle: Eine aus mehreren riesigen Räumen bestehende Höhle.

Vietnamreise – Hanoi – 05.01.2017

Heute war das Beeindruckendste wohl der Besuch von Ho Chi Minhs Mausoleum, was wir nur von außen betrachteten. Als wir vorbei kamen, war auch gerade eine Grundschulklasse dabei dem Führer seine Referenz zu erweisen. Wenn man an dem Mausoleum vorbei ging, kam man zu den Privatquartier von Ho Chi Minh – seinem relativ bescheidenen Haus.

Ganz in der Nähe liegt auch ein weiteres Wahrzeichen Hanois, die Ein-Säulen-Pagode.

Weitere Höhepunkte des Tages waren der Besuch des Tempels der Literatur, des ethnologischen Museums in Hanoi und eines Wasserpuppentheaters am Abend.

Vietnamreise – Hanoi – 04.01.2017

Heute war das Besondere meines Erachtens der Besuch des sog. Old Quarters, des alten Handelsviertels in Hanoi, zuerst mit Rikscha, dann per Fuß.

Zu Fuß gelangten wir auch vom günstig gelegenen Hotel zum Hoan-Kiem-See, einem kleinen See mitten in Hanoi, wo uns die Legende von dem Nationalhelden Le Loi (15. Jahrhundert) erzählt wurde: Le Loi erhielt hier beim Fischen ein glänzendes Schwert, mit dessen Hilfe er die chinesischen Besatzer besiegen konnte. Als er zu diesem See zurückkehrte, um für den Sieg zu danken, wurde das glänzende Schwert von einer Schildkröte in Empfang genommen und wieder zu den Göttern zurück gebracht.

Als Bildauswahl des heutigen Tages habe ich zwei Bilder der Tran-Quoc-Pagode am West-See ausgewählt. Als Tourist wird man in China oder in Vietnam gerne „von Pagode zu Pagode“ geschleppt. Auch wir sind bereits am ersten Tag in drei gebracht worden und am zweiten Tag in drei weitere, wenn ich das richtig rekapituliere. Innen ist es in den Pagoden meist sehr dunkel mit Opfergaben, Räucherstäbchen und mehr oder weniger großen Figuren.

Vietnamreise 2017 – Übersicht

Eigentlich wollte ich während unserer Vietnam-Reise bloggen, dies ist mir aber (gründlich) misslungen. Daher plane ich nun von Zeit zu Zeit die Einträge für unseren Reiseblog nachzuholen.

Am 03.01.2017 ging es von München über Frankfurt nach Hanoi (Ankunft 04.01. morgens). Nordvietnam: Zwei Tage Hanoi, dann per Kleinbus zur Halong-Bucht und eine Nacht verbrachten wir auf einem Schiff. Zurück nach Hanoi per Kleinbus.

Per Flugzeug von Hanoi nach Hué – Zentralvietnam: Übernachtung in Hué und Besichtigung einer Pagode und der Zitadelle. Fahrt über den Wolkenpass nach Da Nang und Hoi An, wo wir letzten Endes (wieder) übernachteten.

Von Da Nang per Flugzeug nach Siem Reap in Kambodscha. Besuch u.a. von Angkor Wat, Angkor Tom und Ta Prohm.

Weiterflug nach Saigon in Südvietnam. Aufenthalt ein weiterer Tag in Saigon bzw. Ho Chi Minh City, dann Rückflug nach Hanoi und von dort aus per Flugzeug über Frankfurt zurück nach München. Am 15.01. sind wir alle zu Viert wieder wohlbehalten in München eingetroffen.

Wir haben eine geführte Reise mit den vier Teilnehmern Jürgen und Gabriele Mohl, sowie unserer jüngeren Tochter Michaela Mohl und ihrem Freund Tobias Weiher durchgeführt. Bei jedem Flughafen empfing uns ein Guide und ein Fahrer samt Kleinbus. Mit dem Bus wurden wir zum Hotel oder zu den Attraktionen gefahren und der Guide führte uns bei den Attraktionen herum.

Chinareise 2016

Ende Mai, Anfang Juni dieses Jahr waren Jürgen, ich und Nadine in China. Wir hatten bei einem Anbieter eine Individualreise als Kleingruppe, nur mit uns als Teilnehmer, gebucht. Die Reise ging grob gesagt von dem Norden Chinas (Ankunft per Flug in Peking) über Shanghai bis in den Süden Chinas, mit dem Abschluss HongKong.

Uns Dreien hat diese Reise ausgesprochen gut gefallen.

  • Mir ist aufgefallen, dass ich starke, durchsetzungsfähige, funktionierende Staatsmachten mag. Allerdings gibt es schon optisch große Unterschiede in der Darstellung der Polizei nach Außen zwischen China und Bayern. Ein Beispiel: Auf dem diesjährigen Oktoberfest, an dem es ja auch nicht an Polizeipräsenz mangelte, sah ich einen Trupp von circa 9 Polizeibeamten in Uniform, jeder, jede mit Schutzweste, die in einem losen Trupp langsam über die Wiesn schlenderten, die die Leute anlächelten, winkten. Mal ging der eine oder andere weg und sprach mit Bekannten… In China, wenn man diese Größenordnung von Polizei sieht, ist das ganz anders. Es wird eine Formation 3 x 3 gebildet und dann wird, ohne links und rechts zu schauen, ordentlich marschiert. Und diese Größenordnung von Polizei sieht man häufig. Oft sogar weitaus mehr Polizisten in einem Trupp.
  • Ich mag es, wenn ein Land sauber ist: Überall, wo wir waren, auf jedem großen Platz etc. war immer irgendjemand zu sehen, der putzte, sauber machte, für Ordnung sorgte.
  • Hygiene war – im Gegensatz zu unserer vorhergehende Indienreise – kein Problem. Man konnte von jedem Trinkwasserhahn, egal wo, trinken, außer – wenn, wie in Deutschland – der Hahn ausdrücklich mit einem Schild „kein Trinkwasser“ auf Englisch oder Chinesisch markiert war. Somit konnte man auch in jedem Hotel seine Cocktails mit Eiswürfeln genüsslich genießen.
  • Die Infrastruktur des Landes war in den Gebieten, in denen wir waren, auf europäischem Standard. Tatsache war, dass wir uns z.B. im Norden von China auf der Autobahn von der Landschaft her oft wie in Norditalien vorkamen, allerdings nur mit chinesischen Schildern.

Indienreise 2014

Mein großer Traum war immer nach Indien zu reisen und das nun circa bereits 10 Jahre. Nachdem unsere Kinder das Haus verlassen hatten und wir – auch durch deren Unabhängigkeit von uns – mehr finanziellen Spielraum hatten, haben mein Mann und ich beschlossen nach Indien zu reisen. Als einzig übrig bleibende Einschränkung blieb die Berufstätigkeit meines Mannes, dadurch waren wir zeitlich eingeschränkt und konnten maximal eine 2,5 Wochen dauernde Reise buchen.

Wir waren vor der Reise ziemlich skeptisch, über das was uns erwarten würde. Aus Sicherheitsgründen beschlossen wir daher eine Gruppenreise zu buchen, um Schutz in der Gruppe zu haben. Da wir aber schon wussten, dass wir beide nicht begeisterte Gruppenliebhaber sind, wählten wir bei einem Anbieter eine Rundreise mit maximal 12 Teilnehmern. Auch nahmen wir aus Sicherheitsüberlegungen das erste Mal in Asien keine von unseren Töchtern mit, obwohl die damals schon 21 und 23 waren und u.U. aus Interesse mit uns gereist wären.

Was war nun das Endergebnis unserer Überlegungen? Buchung einer Reise durch Rajasthan. Ankunft in Delhi, Rundreise durch Rajasthan, Abschlussbesuch in Uttar Pradesh mit einem Besuch des Tadj Mahal, Rückflug von Delhi.

Nun – wie war`s? Toll. Beeindruckend. Anstrengend. Wie hat es insgesamt gefallen? Mal so und mal so. Gemischte Eindrücke. Warum?

  • Toll und unglaublich beeindruckend waren diese Burgen der Maharadschas. Und dann gleich so viele zum Anschauen. Und es ist einfach eine schöne Erinnerung, das Tadj Mahal selber innen und außen angeschaut zu haben. Obwohl man da schon so viele Bilder vorher gesehen hat. Der eigene, persönliche Eindruck vor Ort ist und bleibt etwas Besonderes.
  • Die Reise war anstrengend, da man in der Gruppe ständig viele Wartezeiten hatte, in denen man natürlich wach blieb. Irgendjemand feilschte immer um irgendeinen Artikel oder wollte sich etwas noch genauer anschauen…
  • Auch war die Reise anstrengend, da die Infrastruktur in Rajasthan so schlecht ist. Irgendjemand hatte ein GPS-Gerät dabei, wir zuckelten in der Rundreise viel und meistens mit einem Durchschnitt von 32 km/h über irgendwelche Schotterpisten im Kleinbus. Damit konnte somit eine Fahrt von 150 km Länge über vier Stunden dauern, da ja auch noch eine „Pinkelpause“ für alle Teilnehmer eingeplant werden musste.
  • Dann haben wir festgestellt, dass man heutzutage überall in der Welt auch als Kleingruppe mit Freunden oder Familie reisen kann. Mehr Schutz ist wohl nicht nötig. Warum bevorzugen wir es aber trotzdem mit Guide und Fahrer zu reisen? Nun – stellen Sie sich mal vor, Sie würden am Hauptbahnhof in München ein Ticket kaufen wollen, irgendwelche Extrawünsche wie Fensterplatz etc. haben, und keinerlei Deutsch sprechen können. Nun – viel Spaß. Mit Guide und Fahrer kommt man einfach schneller und besser überall durch. Alleine kann man auch verreisen, aber dann benötigt man wohl viel mehr Zeit, da man alles selber organisieren muss. Und das auch noch unter dem Aspekt, dass man die Sprache im Land nicht beherrscht.
  • Vor der Reise haben wir uns auch unnötig Sorgen um passende Kleidung gemacht. Heutzutage würde ich einfach sagen, die beste Kleidung, die man hat, die aber bei den Temperaturen und der Niederschlagmenge am Zielort angepasst ist. Bequeme Schuhe in denen man viel Gehen kann sind wichtig. Und man fühlt sich wohl besser, wenn man möglichst gut gekleidet ist, wenn man sich in einem teuren Hotel aufhält. Auch wenn es am Zielort heiß sein sollte, Shorts und Minis tragen wohl eher nur die Touristen.
  • Am wenigsten gefielen uns in Indien die krassen Gegensätze. Als Beispiel – selbst gesehen – möchte ich ein Firmengebäude nennen, toll und verspiegelt, wo man nur eine top laufende Firma vermutet. Daneben dann eine verbrannte Hütte, in der ein ausgemergelter alter Mann mit Kuh wohnte. Wenn man bei uns in der Hütte einen Hund unterbringen würde, würde einem die Nachbarschaft wohl den Tierschutzverein auf den Hals hetzen. Und so hatten wir viele Eindrücke dieser Art. Die Armut und die Lebensbedingungen, in der ein Großteil der Inder lebt, finde ich schwer zu ertragen. Und direkt daneben totaler Luxus und Technologie, wie es das auch in unserer Gesellschaft kaum besser denkbar ist. Ganz generell ist auch der überall herum liegende Dreck für Leute wie uns, die im „Speckgürtel um München herum“ wohnen, schwer erträglich.
  • Letzter Satz war schon eine Überleitung zum Thema hygienische Zustände in Indien. Indien ist ein Land, in dem man den Ratschlag „cook it, peel it, boil it or forget it“ immer anwenden sollte. Was mich bei fester Nahrung nicht weiter stört. Störender finde ich die Notwendigkeit niemals Wasser aus einem Wasserhahn trinken bzw. zum Zähneputzen verwenden zu dürfen bzw. jeden noch so lächerlichen Eiswürfel in einem Cocktail als Anschlag auf die eigene Gesundheit zu betrachten zu müssen. Aber – in manchen Ländern muss man halt diese Grundregeln einhalten. So eben auch in Indien. Genaueres zu den sinnvoll notwendigen Vorsichtsmaßnahmen kann man leicht googeln.