Haushaltsorganisation

Heute schreibe ich über Haushaltsorganisation. Nicht darüber, wie man wiederkehrende Tätigkeiten am besten organisiert, sondern es geht um die grundlegende Frage, welche Artikel soll man in seinem Haushalt behalten, pflegen, wie anordnen.

Ich dachte mir, dass ich nach elf Umzügen in 30 Jahren Ehe, lesen von vielen Büchern zum Thema Entmüllen, Aussortieren bis hin zum Entsorgen und Anordnen nach Feng Shui in diesem Bereich ein Profi wäre. Warum? Bei jedem Umzug habe ich erst alles einzeln in Kisten gepackt. Und dann nach dem Umzug, wenn es wieder ans Wiedereinräumen ging, habe ich ausgemistet. Da kamen bei jedem Umzug schnell mal um die 10 oder 30 Kisten „Wegwerfware“ zusammen. Je nachdem, wie lange der letzte Umzug vorbei war. Daher dachte ich, dass ich sowieso nur notwendiges aufbewahre.

Nachdem ich nun neues Lesematerial gesucht habe, fielen mir die vielen positiven Rezensionen von Marie Kondo und Monika Lubitz „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ und von ihrem zweiten Buch „Magic Cleaning: Wie Wohnung und Sachen aufgeräumt bleiben“ auf. Motto, bei dem niedrigen Preis von dem Buch, kann ich mir auch einen Fehlkauf leisten, habe ich die Bücher gekauft. Und bin begeistert!

Nicht jeder kann mit den Büchern von Marie Kondo etwas anfangen. Meine felsenfeste Grundüberzeugung ist die, dass man – je mehr Sachen man besitzt – sein Leben negativ beeinflusst. Minimalität ist der Schlüssel zum glücklichen Leben. Das Loslassen von überflüssigen Gegenständen befreit.

Marie Kondo ist überzeugt, dass in jedem Gegenstand, den man besitzt, eine Seele steckt. Und dass dieser Gegenstand glücklich ist, wenn er genutzt und geschätzt wird. Eine Überzeugung, die ich zwar hinterfrage, aber als angenehm und liebenswert empfinde. Daher soll man (fast) alle Sachen entsorgen, die einen nicht glücklich machen und nur die behalten, die einen glücklich machen. Dies ist ein Schlüssel zum erfolgreichen Organisieren des eigenen Haushaltes. In all den anderen Büchern, die ich zu dem Thema gelesen habe, waren gerne solche Behauptungen aufgestellt worden, dass man Sachen, die man ein Jahr nicht mehr benutzt hat, entsorgen sollte. Aber mit diesem Kriterium bin ich nie glücklich gewesen. Aber der Vorschlag, Sachen nach der eigenen Wertschätzung einzustufen, dass ist meines Erachtens der einzige richtige Ansatz.

Als Beispiel: Man soll mit dem Entmisten seines Kleiderschrankes anfangen. Ich hatte immer für meine Organisation im Schrank ein überquellendes Blazerabteil. Nach dem Lesen des Buches von Marie Kondo fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich drei meiner Blazer nur dann noch tragen würde, wenn man mich mit vorgehaltener Pistole dazu zwingen würde. Ich hatte diese zwar viel getragen, aber nun waren Schnitt und Passform altmodisch. Nach dem Entsorgen dieser Blazer habe ich nun mehr als genug Platz in meinem Blazerabteil.

Grundsätzlich hat es drei Monate oder so gedauert, bis ich alle Bereiche in meinem Haushalt, für die ich alleine verantwortlich bin, nach Marie Kondos Prinzipien geordnet und ausgemistet hatte. Marie Kondo empfiehlt, dass man für aussortierende Gegenstände neue Besitzer finden sollte. Damit habe ich es mir leicht gemacht, ich habe meinen kompletten Besitz, den ich loswerden wollte, einem Gebrauchtwarenhaus in München, der Diakonia, gespendet. Auch wenn es hochwertige Sachen waren, wo man vielleicht bei einem Verkauf auf eBay noch hätte Geld rausholen können.

Nun war aber die Frage, wie nimmt mein Mann meine Umorganisation auf? Was ist mit den Haushaltsbereichen, für die wir beide zuständig sind? Meine Sorgen waren unbegründet, wie Marie Kondo argumentiert, steckt Ordnung an. Nachdem mein Mann meine erfolgreiche Umorganisation sah, wollte er auch in unseren gemeinsamen Bereichen Ordnung schaffen und half mir tatkräftig diese umzuorganisieren.

Was ich auch noch sagen kann, mein Haus ist groß genug, meine Küche ist groß genug, um alle Sachen, die ich haben will, aufzubewahren. Früher hatte ich im Keller den Rest an Sachen, der in meiner Küche keinen Platz hatte. Die Zeiten sind vorbei. Alles ist dort, wo es stehen sollte. Auch dies ist ein typisches Phänomen laut Marie Kondo.

Mein Motto: Wenn Sie nur einen oder zwei Ratgeber kaufen wollen, um ihr Heim korrekt zu organisieren, dann sollten Sie die zwei Bücher von Marie Kondo kaufen. Nichts sonst.

Meditation

Obiges Foto ist von © VadimGuzhva – Fotolia.com. Ich habe vor circa 1,5 Jahren mit dem Meditieren begonnen. Mein Wunsch war, da Meditation als die „Zahnseide des Geistes“ beschrieben war, mich immer wieder quälende Erinnerungen los zu werden.

Das hat nicht funktioniert. Meine mich quälenden Erinnerungen bin ich durch ein Buchgeschenk los geworden: Ursula Schleibner, deren Webseite http://wuermranger.org/ ich ehrenamtlich betreue, hat mir das Buch von Marianne Williams „Ein Kurs im Abnehmen – 21 spirituelle Lektionen zur Lösung aller Gewichtsprobleme“ geschenkt, da ich ihr sagte, dass ich gerne abnehmen würde. In einer der Lektionen wurde man gebeten, alle quälenden Selbstgedanken aufzuschreiben, und zu Gott oder irgendeinem anderen allmächtigen Wesen zu beten, das diese Gedanken wegnehmen würde. Mir hat das endlich geholfen! Nach nun über 30 Jahren Selbstquälung! Allerdings sollte man gläubig sein, wenn man sich auf das Buch von Marianne Williams einlässt. Tatsache ist, dass ich danach das Buch nicht mehr ganz zu Ende gelesen habe und dünn bin ich nun immer noch nicht. Taugt das Buch was zum Abnehmen? Das weiß ich nicht, aber schaden tut es auch nicht.

Zurück zum Thema Meditation. Was hat mir Meditieren gebracht? Vor allem die Erkenntnis, dass man sich immer wieder durchs Meditieren auf das Hier-und-Jetzt einlassen sollte. In der Vergangenheit oder Zukunft ständig mit seinen Gedanken zu sein, bringt relativ wenig. Weder kann man die Vergangenheit ändern, noch wird die Zukunft wohl so rosig oder sonst wie von uns beeinflussbar sein. Wir können nur im Hier-und-Jetzt Veränderungen durch unsere Taten bewirken.

Anfänglich habe ich das Meditieren mit der App „Buddify“ begonnen. Letztendlich habe ich mich aber auf das Buch von John Kabat Zinn „Gesund durch Meditation: Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR“ konzentriert und dadurch das Meditieren gelernt. In dem Buch von John Kabat Zinn wird ein mehrwöchiger Selbstlernkurs beschrieben. Nun nachdem ich meine selbstquälenden Erinnerungen loshabe, und etwas mit dem Meditieren geschludert habe, möchte ich mit der App Calm wieder das Meditieren aufnehmen. Mir gefällt die Idee jeden Tag eine spezielle, neue Tagesmeditation zu erhalten. Mal schauen, wie es damit geht. Ein Video in dem die App vorgestellt wird, gibt es hier. Viel Spaß beim Meditieren!